Der Standard - Österreich | Donnerstag, 3. März 2011
Guttenbergs Nachfolger seriös statt glamourös
Der Nachfolger für den zurückgetretenen deutschen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wird der bisherige Innenminister Thomas de Maizière sein. Damit hat Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Ernsthaftigkeit gesetzt statt auf Glamour, meint die linksliberale Tageszeitung Der Standard: "Keine leichte Aufgabe, denn Schwergewichte, die das heikle Verteidigungsministerium so ohne weiteres schupfen [führen können], gibt es nicht so viele. … Gemessen am vorhandenen Personal hat die Kanzlerin jedoch keine schlechte Lösung gefunden. Der bisherige Innenminister Thomas de Maizière, ein Vertrauter Merkels, gilt mittlerweile als 'Mann für alle Fälle'. … De Maizière wird das Verteidigungsressort mit der gleichen Ernsthaftigkeit führen wie das Innenministerium, und das ist auch bitter nötig: Die größte Reform der Bundeswehr muss umgesetzt werden, da ist es schon gut, wenn man alle Kräfte alleine darauf konzentrieren kann. Die CSU kann mit dem Innenressort auch zufrieden sein, ist doch die 'innere Sicherheit' ein Thema, mit der sie gerne punktet. Beiden Personalentscheidungen merkt man vor allem eines an: Sie waren getragen vom Motto 'Schluss mit Glamour, jetzt herrscht wieder Ruhe im Karton'."
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