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Die Presse - Österreich | Freitag, 4. März 2011

USA scheut weiteren Krieg

In der Diskussion um einen internationalen Militäreinsatz in Libyen hat sich US-Verteidigungsminister Robert Gates am Donnerstag zurückhaltend geäußert. Die liberal-konservative Die Presse versteht das: "Zwar sollen sich die US-Streitkräfte auf alle möglichen Entwicklungen vorbereiten, nur rechnet Gates nicht damit, dass die US-Armee so bald wieder in einem großen Land intervenieren werden, um es zu besetzen, zu befrieden und zu administrieren. Wahrscheinlich seien in Zukunft nur noch US-Militäreinsätze aus der Luft oder von der See - in Asien, am Persischen Golf oder wo immer. Schon werfen US-Falken dem Minister vor, dass er durch diese Vorgaben 'Schurkenstaaten' nur ermutige, weil sie keine amerikanischen Bodenoffensiven mehr befürchten müssten. Aber vermutlich kennen sie die nackten Zahlen nicht - oder wollen sie nicht zur Kenntnis nehmen. Die besagen: Die USA können sich weitere Landkriege und die Überdehnung ihrer militärischen Kapazitäten schlicht nicht mehr leisten. Gates hat das geradezu demütig zur Kenntnis genommen. Und seine Kritiker werden es auch noch einsehen."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 4. März 2011

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