Sme - Slowakei | Donnerstag, 10. März 2011
Wanderzirkus nach Straßburg abschaffen
Das Europaparlament hat am Mittwoch beschlossen, in den nächsten zwei Jahren weniger in Straßburg zu tagen, um Geld zu sparen. Für die liberale Tageszeitung Sme ist das ein überfälliger Schritt: "Es war für die Kritiker der EU nicht schwer, die Verschwendung des Gelds der europäischen Bürger nachzuweisen. Jedenfalls bisher, angesichts des jährlich mehrfach aufbrechenden Wanderzirkus zwischen dem belgischen Brüssel und dem französischen Straßburg. Ein teurer Spaß für hunderte Abgeordnete und noch mehr Bürokraten, Assistenten und Arbeitsscheue, über 400 Kilometer zu pendeln. Dieser Unfug würde weitergehen, wäre da nicht die Krise. ... Diese Geldvernichtung dient allein dazu, die Illusion von einer Großmacht Frankreich und dessen Führungsrolle in Europa zu erhalten. ... Wenn das kleine Griechenland Ähnliches fordern würde unter Hinweis darauf, dass in Athen die Wiege der europäischen Demokratie liegt, würde man es auslachen. Aber die französische Glorie darf nicht verblassen, selbst wenn dabei das Brot ausgeht."
» zum ganzen Artikel (externer Link, slowakisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Frankreich, » Griechenland, » Europa
Alle verfügbaren Texte von » Peter Morvay
» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 10. März 2011