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De Standaard - Belgien | Freitag, 11. März 2011

Entlassung wegen Kopftuch ist falsch

Die niederländische Kaufhauskette Hema hat in einer flämischen Filiale nach Protesten von Kunden eine muslimische Verkäuferin entlassen, weil sie ein Kopftuch trug. Darüber ist in Belgien eine heftige Debatte entbrannt. Der niederländische Schriftsteller Oscar van den Boogaard verurteilt die Entscheidung in seiner Kolumne in der Tageszeitung De Standaard: "Hema ist für mich das Symbol von Demokratie und gutem Geschmack. Eine bessere Welt. Jeder fühlt sich da gut. ... [Die Entlassung der Muslima begründete] das Unternehmen damit, dass es sich der 'Kultur und den Gebräuchen' in Belgien anpassen wolle. Welch eine Heuchelei! Muss man sich etwa den Sitten eines Landes fügen, auch wenn es  schlechte sind? Wenn Klagen von intoleranten Kunden kommen, muss man sich doch nicht an deren Intoleranz anpassen! ... Ich finde es wunderbar, wenn ich eine verschleierte Mutter bei Hema sehe, die Taschentücher und ein paar Osterhasen für ihre Kinder kauft. Am Ende wollen wir doch alle dasselbe: glücklich sein."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 11. März 2011

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