Kathimerini - Griechenland | Montag, 14. März 2011
Nikos Xidakis über die ausgeschlossene Jugend
Griechenland hat es bislang versäumt, das große Potenzial seiner Jugend für die Lösung der Schuldenkrise zu aktivieren, meint der Kolumnist Nikos Xidakis in der konservativen Tageszeitung Kathimerini: "Es ist die junge Generation der Globalisierung und des Internets. Sie ist das Wertvollste, was unsere geburtenschwache und alternde Gesellschaft hat, eine Gesellschaft ohne Moral und mit einem überwältigenden Pessimismus. Aber die junge Generation ist ausgeschlossen, unterbewertet und unterdrückt. Unser Land hat für seine Wiedergeburt nicht auf jene jungen Menschen gesetzt, weil das System nicht an seiner Wiedergeburt oder an seinem Überleben interessiert ist. Es wendet sich dieser Generation nicht zu, es ignoriert sie, es opfert sie. … Hier zeigt sich auf schreckliche Weise, dass es unserer Regierung an Begeisterung und Motivation mangelt. Uns fehlen auch ein Raum der Selbstachtung sowie ein Mindestmaß an Zusammengehörigkeitsgefühl. Diese Mängel verstärken sich gegenseitig. … Dieser Mechanismus wird bald in sich zusammenbrechen. Aus dem Schmerz über diesen Bruch ... wird ein neues Griechenland erwachsen, mit Selbstachtung, sozialer Mobilität, Hoffnung und einem gemeinsamen Ziel. Vor allem einem Ziel, dem schwierigsten: in Freiheit zu überleben."
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