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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Dienstag, 22. März 2011

Marine le Pen ist gefährlich

Die erste Runde der Kantonalwahlen am Sonntag brachte den französischen Sozialisten 25 Prozent, der Regierungspartei UMP 17 und der rechtsextremen Partei Front National gut 15 Prozent der Stimmen. Die linksliberale Süddeutsche Zeitung warnt vor der Vorsitzenden der Rechtsextremen, Marine Le Pen: "Nun ist nicht mehr auszuschließen, dass die junge Nationalistin bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl im Jahr 2012 Sarkozy schlägt und in die Stichwahl gelangt. Es wäre ein Debakel für Frankreich und ein Menetekel für Europa. ... Sie will den Franc wieder einführen, die EU verlassen und die heimische Industrie durch Abschottung schützen. ... Für Sarkozy wird das Regieren nun noch schwerer. Er muss den verunsicherten Franzosen Sicherheit vermitteln, ohne fremdenfeindlich und islamophob zu werden. Er muss Frankreich die deutsche Stabilitätspolitik beibringen, ohne einen sozialen Aufstand loszutreten. Das wird schwer. Beruhigend ist jedoch: Auch wenn Sarkozy scheitert, wird Marine Le Pen nicht Präsidentin. Denn dann dürften die Franzosen vernünftig genug sein, einen Sozialisten vorzuziehen."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 22. März 2011

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