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Der Standard - Österreich | Montag, 4. April 2011

Umschuldung Griechenlands kaum durchsetzbar

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat am vergangenen Wochenende erstmals die Umschuldung Griechenlands gefordert. Wenn die Gläubiger Athens tatsächlich auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten, kann das viele Probleme lösen, meint die linksliberale Tageszeitung Der Standard: "Die Griechen bekämen mehr Spielraum für ihre Reformen, die Lasten wären zwischen Staatengläubigern und Bürgern fairer verteilt. Das Kernproblem ist allerdings, dass es bei der Griechenlandkrise nie darum ging, was für den Mittelmeerstaat am besten ist. Zahlreiche Staaten in der Eurozone, allen voran Deutschland und Frankreich, werden bei einer Umschuldung nicht so rasch mitspielen. Griechenland schuldet Kreditinstituten aus den beiden Ländern mehr als 80 Milliarden Euro. Kreditabschreibungen könnten Geldhäuser wie die Commerzbank, die in der Krise erst mühsam aufgefangen werden mussten, neuerlich in Turbulenzen bringen. Will der IWF mit seinen Ideen Gehör finden, wird er die Europäer schon sehr viel lauter drängen müssen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 4. April 2011

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