Der Standard - Österreich | Mittwoch, 6. April 2011
Zivilisten konsequent geschützt
Die Uno hat in Libyen und der Elfenbeinküste jetzt zwei Mal sehr schnell auf die militärische Option gesetzt, was nach Ansicht der linksliberalen Tageszeitung Der Standard eine Zäsur für das UN-Peacekeeping darstellt: "Nun macht die Uno militärisch ernst. Das ist neu. ... Der Einsatz in Libyen hat der Uno ein starkes Argument geliefert, härter durchzugreifen. Wenn in Nordafrika Zivilisten militärisch geschützt werden, kann man in Westafrika oder andernorts nicht wegsehen, wenn es ein Mandat dazu gibt. Dass der Grundkonflikt - welches Eingreifen ist gerechtfertigt und wann ist es eine unzulässige Einmischung in innere Angelegenheiten - immer noch nicht gelöst ist, zeigt die heftige Kritik einiger Staaten, allen voran des Skeptikers Russland. Dass die Weltorganisation nun zum Weltpolizisten wird, kann man ohnehin getrost bezweifeln. Trotzdem zeigen die Beispiele Libyen und Côte d'Ivoire - bei allen Unterschieden -, unter welchen Bedingungen es Chancen gibt, den Schutz von Zivilisten zukünftig durchzusetzen."
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