De Standaard - Belgien | Freitag, 8. April 2011
Letzte Warnung für belgischen Affären-Prinzen
Die belgische Regierung hat für den heutigen Freitag Prinz Laurent einbestellt. Der für seine Affären bekannte Adlige war zuvor mit libyschen Diplomaten wegen seiner Investitionen in Libyen in Kontakt. Erst vor kurzem hatte er bereits mit einer Reise zum kongolesischen Diktator Kabila Empörung ausgelöst. Das muss die letzte Warnung an Laurent sein, meint die Tageszeitung De Standaard: "Ein Prinz, der vom Steuerzahler eine Zulage bekommt, muss das, was er tut, in Abstimmung mit der Regierung tun. Punkt. Die Frage bleibt: Welche Sanktion hilft, wenn er wieder dagegen verstößt? Man muss ihm die Zulage wegnehmen, das liegt auf der Hand. Aber das garantiert nicht, dass die Vorfälle aufhören. Im Gegenteil. Der einzige Aktivposten des Prinzen ist seine Abstammung. Etwas anderes kann er nicht einsetzen, um seinen Lebensstil zu finanzieren. Niemand hat ihm beigebracht oder ihn dazu ermutigt, etwas Nützliches oder Unschädliches zu tun. Immer wieder durchkreuzen finanzielle Interessen seine Pläne. Das ist eine der unvermeidlichen Nebenwirkungen der erblichen Monarchie."
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