Sme - Slowakei | Donnerstag, 14. April 2011
Russland muss Gaspedal in Belarus drücken
Nach dem Bombenanschlag in der U-Bahn von Minsk nimmt der Präsident von Belarus, Alexander Lukaschenko, die Opposition ins Visier, da die Attentäter ihm zu Folge Verbindungen zu "politischen Akteuren" gehabt haben sollen. Die liberale Tageszeitung Sme sieht Moskau in der Pflicht, Druck auf den Diktator auszuüben, damit dieser den Anschlag nicht missbraucht: "Lukaschenko ist fähig, die Tragödie für sehr schmutzige Ziele auszuschlachten. Es wäre sehr überraschend, wenn die Katastrophe aus dem Polizeistaat nicht noch Schlimmeres machen würde. Europa kann sich in Sachen Belarus kaum auf eine Linie verständigen. Viel größeren Einfluss auf Minsk hat Moskau. Auf nichts reagiert Lukaschenko empfindlicher als auf den Druck des Gaspedals durch Gazprom. Das heißt nicht, dass der wirtschaftliche und politische Druck der EU keine Bedeutung hätte. ... Doch das einzig effektive Instrument der Europäer sind jetzt Gespräche mit den russischen Führern Medwedjew und Putin."
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