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Corriere del Ticino - Schweiz | Montag, 18. April 2011

G20 verteilen Macht neu

Die Finanzminister und Notenbankchefs der G20-Staaten haben sich am Freitag in Washington darauf geeinigt, sieben große Wirtschaftsnationen zu überprüfen, um dadurch Ungleichgewichte in der Weltwirtschaft zu bekämpfen. Der Beschluss verändert die Struktur der G20 grundlegend, vermutet die liberale Tageszeitung Corriere del Ticino: "Offiziell wird die Gruppe der Sieben - zu der abgesehen von den beiden Schwellenländern China und Indien, die USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Japan gehören - einer Prüfung unterzogen. ... Die technische Erklärung lautete, dass es sich um Länder handelt, die ... den Großteil der gesamten Wirtschaftsleistung der Gruppe bestreiten. ... Es ist allerdings zweifelhaft, ob diese Form der Überwachung tatsächlich zu wirklichen Korrekturen im Kurs der Wirtschaftspolitik dieser Länder führt. ... Die Untergruppe könnte sich in Wahrheit leicht in eine Art Leitungsgremium der G20 verwandeln. Sie wird sicherlich über aufzuhebende Ungleichgewichte sprechen. Der Weg zur Suche nach Lösungen zunächst innerhalb des Gremiums, die dann den G20 unterbreitet werden, ist nur noch kurz."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 18. April 2011

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