Dnevnik - Slowenien | Mittwoch, 20. April 2011
Unfähiger Premier treibt Slowenien in die Krise
Der Chef der Pensionistenpartei DeSUS Karl Erjavec hat am Dienstag den Rückzug seiner Partei aus der slowenischen Regierungskoalition angekündigt. Hintergrund ist der Rücktritt der von DeSUS nominierten Ministerin für Regionalpolitik nach nur drei Monaten im Amt. Die linksliberale Zeitung Dnevnik macht vor allem Premier Borut Pahor für die Regierungskrise verantwortlich: "Das Problem ist Regierungschef Borut Pahor, der weder die nötigen Fähigkeiten, noch das politische Talent zur Führung der Koalition und der Regierung hat. Schon das Fehlen von nur einer dieser Fähigkeiten ist bei einem so wichtigen Posten zu viel. ... Es ist daher Zeit für radikale Eingriffe in die Regierungskoalition, falls diese glaubt, dass es sich noch lohnt, bis zum Ende der Legislaturperiode durchzuhalten. Nicht Pahors pathologischer Optimismus, sondern nur entschiedene Eingriffe und eine Kabinettsumbildung können die Koalition noch retten. Doch diesmal sind die Sozialdemokraten Pahors am Zug. Sie schweigen bislang und machen sich wegen ihres unfähigen Regierungschefs etwas vor."
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