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Lidové noviny - Tschechien | Samstag, 30. April 2011

Öffnung des Arbeitsmarkts zu spät

Als letzte westeuropäische Länder haben Deutschland und Österreich zum 1. Mai ihren Arbeitsmarkt geöffnet für Arbeitnehmer aus den 2004 der EU beigetretenen Ländern. Die jahrelange Abschottung war nach Meinung der konservativen tschechischen Tageszeitung Lidové noviny unsinnig: "Jetzt platzt eine Blase, die sieben Jahre die Luft vergiftet hat. Sieben Jahre haben wir 'Schmutzfinken aus dem Osten' uns diskriminiert gefühlt, sieben Jahre lang haben sich die Deutschen und Österreicher vor der Invasion der 'polnischen Installateure' gefürchtet. Hatte das einen Sinn? Wohl nur den, dass wir aus dem Osten uns nicht für vollwertig hielten. ... Wer in Deutschland wirklich arbeiten wollte, regelte das schon lange auf seine Weise. Die anderen gingen dahin, wo sie leichter Zugang zu Arbeit fanden. Werden die Deutschen nach dem 1. Mai jetzt die dringend benötigten Informatiker, Mathematiker und Techniker bekommen? Nein. Aber ehe sie sich beschweren, sollten sie sich selbst fragen, weshalb sie ihren Arbeitsmarkt erst in letzter Minute geöffnet haben."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 2. Mai 2011

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