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Jornal de Negócios - Portugal | Mittwoch, 4. Mai 2011

Portugals Politiker sollten dankbarer sein

Die Auflagen des Hilfspakets für Portugal sind weniger streng als die für Griechenland und Irland, aber trotzdem kein Grund zum Jubeln, bemerkt die Wirtschaftszeitung Jornal de Negócios: "Als [Oppositionsführer] Pedro Passos Coelho Brüssel vor Monaten gebeten hat, Portugal noch ein Jahr zum Abbau seines Defizits zu gewähren, wurde er als unreif, unverantwortlich und destabilisierend beschimpft. Gestern hat Portugal genau das bekommen, worum Passos Coelho gebeten hatte. Zum Glück. Was tun wir aber jetzt, damit ein Jahr mehr nicht einfach nur noch ein Jahr wird? ... Die Politiker bejubeln gerade ihren politischen Sieg: Aus dem Spiel 'das ist alles ihre Schuld' wurde 'das ist alles unser Verdienst'. Die Spieler sind dieselben: die sozialistische, die konservative und die rechtskonservative Partei. Und es sind tatsächlich drei Spieler, die ein großes Kompliment für die Toleranz, die Portugal gestern erhalten hat, verdient haben. Aber diese drei sind andere: der IWF, die EZB und die EU. Ein wenig Dankbarkeit wäre da wohl eher angebracht als Stolz."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 5. Mai 2011

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