Lidové noviny - Tschechien | Donnerstag, 5. Mai 2011
Sanierungsplan ist unrealistisch
Das Beispiel Portugals zeigt, warum die Sanierung hoch verschuldeter Länder so strittig ist, meint die konservative Tageszeitung Lidové noviny: "Das erste Problem ist die Ungleichheit. Die Bedingungen für Lissabon sind weicher als die für Griechenland und Irland. Hat Portugal besser verhandelt? Oder ist inzwischen klar, dass die ersten beiden Länder ihre Verpflichtungen nicht einhalten können? Der selektive Umgang trägt nicht zu guten Beziehungen in Europa bei. Zweites Problem ist die Realitätsferne. So versprach Portugal Einsparungen, die das Parlament gerade erst abgelehnt hat. ... Verschuldete Länder brauchen eine Währungsabwertung, niedrigere Zinsen und notfalls den Bankrott, also die Abschreibung uneintreibbarer Schulden. Ohne wenigstens eine dieser Erleichterungen wird nie jemand aus der Schuldenkrise herauskommen."
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