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Sme - Slowakei | Donnerstag, 12. Mai 2011

Schengen nicht opfern

Die Forderungen unter anderem von Italien und Frankreich nach einer Einschränkung der Freizügigkeit wegen der Flüchtlinge aus Nordafrika sind nach Meinung der liberalen Tageszeitung Sme fehl am Platz: "Gäbe es eines Tages die Situation, dass sich Italien und Frankreich einer wirklichen Welle von Flüchtlingen gegenüber sähen, dann müssten die übrigen Europäer helfen. Doch diese Situation ist bislang nicht eingetreten. Zwar kommen mehr Flüchtlinge nach Italien als früher, aber es handelt sich lediglich um ein paar Zehntausend. Dass Italien das nicht meistert, hat nichts mit einer nahenden Apokalypse zu tun, sondern eher mit einem weiteren Versagen dieses Landes, seiner Politiker und Behörden. ... Die Lösung liegt ganz sicher nicht darin, die Freizügigkeit in der Union in Frage zu stellen und damit einen der grundlegenden Vorteile der Integration aufzugeben. ... Das heißt nicht, dass die Union nicht einzelnen Ländern wie Italien oder Malta helfen sollte. Die Union muss aber gleichzeitig gemeinsam etwas für die Länder tun, aus denen die Flüchtlinge kommen, damit sie zu Hause bleiben."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 12. Mai 2011

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