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De Morgen - Belgien | Freitag, 13. Mai 2011

Belgiens Krise langweilt

Knapp ein Jahr nach den Wahlen in Belgien sind die Koalitionsverhandlungen erneut gescheitert. Der Vermittler Wouter Beke gab sein Mandat zurück. Schuld sind die taktischen Spielchen der Politiker, meint die Tageszeitung De Morgen: "Was haben die gewählten Politiker und die im Parlament vertretenen Parteien mit ihrem Mandat getan? Trauen sie sich noch, ihren Wählern in die Augen zu schauen? Trauen sie sich, auf Treu und Glauben zu sagen, dass sie sich ernsthaft und verantwortlich verhalten? Es ist keine Schande, dass ein Politiker auf Parteiinteressen und die kommenden Wahlen Rücksicht nimmt. Es ist aber unzulässig, dass dieses Interesse immer über einem anderen steht: Das Interesse für ein Land, eine bessere Organisation des Staates, das Wohlergehen und den Wohlstand von elf Millionen Einwohnern. ... Das Land wird langsam aber sicher apolitisch. Eine politische Krise, die nicht mehr berührt, sondern langweilt."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 13. Mai 2011

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