De Morgen - Belgien | Montag, 16. Mai 2011
IWF-Chef stolpert über maskuline Blindheit
Die Anklage eines Zimmermädchens könnte den Generaldirektor des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, zu Fall bringen. Mächtige Männer können sich eben nicht mehr alles erlauben, lobt die Tageszeitung De Morgen: "Sicher, jeder Mann ist unschuldig, bis er verurteilt ist. ... Aber Strauss-Kahn kann nicht leugnen, dass er eine Vergangenheit mit dubiosen Frauengeschichten hat. Unter jedem starken Mann liegt eine willige Frau, scheint sein Weltbild zu sein. Aus der Perspektive einer maskulinen Blindheit kann man das verantworten. Viele mächtige Vorgänger kamen mit so einem Verhalten durch. ... Heute müssen sowohl der Spitzenbanker Dominique Strauss-Kahn als auch die Wikileaks-Galionsfigur Julian Assange einsehen, dass die Lust des Alphamännchens nicht über dem einfachen Nein einer Frau steht. Der Grund für dieses Nein ist nicht von Belang. Nein heißt nicht ja. Mein Körper gehört mir: Das gilt bereits seit Jahren."
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