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De Standaard - Belgien | Dienstag, 17. Mai 2011

Neuer Anlauf für belgische Koalition

Elf Monate nach den belgischen Parlamentswahlen hat König Albert II. den wallonischen Sozialisten Elio Di Rupo mit der Bildung einer Koalition beauftragt. Das ist aber kein Grund für großen Optimismus, meint die Tageszeitung De Standaard: "Wenn ein Vertragsentwurf von Di Rupo nur dazu dient, um ein letztes Mal zu versuchen, die flämischen Parteien gegeneinander auszuspielen, wird es ein Reinfall. Aber jede Partei muss nun Verantwortung übernehmen. ... Was wird es? Das x-te Manöver oder ein echter Durchbruch? Das ist die Frage, auf die der 60-jährige Sohn von Einwanderern schnell eine Antwort geben muss. Optimismus mag zwar eine moralische Pflicht sein, eine Überdosis davon ist trotzdem nicht angebracht. Der Abstand zwischen Nord und Süd bleibt gigantisch. Monatelange Verhandlungen haben vorläufig nur zu endlos komplizierten Plänen geführt, aber nicht zu Vereinbarungen und schon gar nicht zu einer Vereinfachung des politischen Systems. Es ist angebracht, Elio Di Rupo viel Erfolg zu wünschen."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 17. Mai 2011

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