The Times - Großbritannien | Mittwoch, 18. Mai 2011
Komplott gegen Strauss-Kahn möglich
Der wegen versuchter Vergewaltigung angeklagte IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn sieht sich mit immer neuen Vorwürfen konfrontiert. Niemand kann wissen, ob die Anschuldigungen richtig sind oder sie nur ein Versuch sind, den bisher aussichtsreichsten Kandidaten für die französischen Präsidentschaftswahlen aus dem Verkehr zu ziehen, schreibt Anatole Kaletsky in der konservativen Tageszeitung The Times: "Bei der Bitte, erst einmal die Unschuld von Strauss-Kahn anzunehmen, geht es nicht allein darum, eine selbstgerechte Plattitüde zu bemühen, die von den weltweiten Medien und dem US-amerikanischen Rechtssystem regelmäßig ignoriert wird. Mir geht es darum, dass die Hast, mit der hier bei einem politisch so wichtigen Fall geurteilt wird, gefährliche Auswirkungen nicht nur für Frankreich, sondern für die Demokratien weltweit haben könnte. Und zwar indem sich künftig Justizsysteme und zwielichtige Kräfte zur Durchsetzung des Rechts zwischen gewählte Führer und ihre Wähler stellen."
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