taz - Deutschland | Mittwoch, 18. Mai 2011
AKW-Stresstest nutzt nur Atomlobby
Keines der 17 deutschen AKW erfüllt laut des Berichts der Reaktorsicherheitskommission (RSK) die höchsten Anforderungen. Der Bericht nutzt nach Ansicht der linken tageszeitung in erster Linie der Atom-Lobby: "Die Autoren räumen selbst ein, dass die Zeit zu knapp, die Datenlage zu ungenügend war, um en detail zu analysieren, welches AKW wie unsicher ist. Entsprechend vage ist, was aus dem Bericht folgt - nichts Neues. Dass die meisten deutschen AKW gar nicht oder zu wenig gegen Flugzeugabstürze gesichert sind, wusste man seit Langem. Fukushima hat daran kein Jota geändert. ... Aber: Die RSK bescheinigt den hiesigen AKW bei allen Mängeln 'große Robustheit'. Muss man dann also so schnell aussteigen? Die Gefahr, dass die AKW-Lobby diesen eilig verfassten Bericht für ihre Zwecke nutzt, liegt auf der Hand."
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