To Ethnos - Griechenland | Sonntag, 29. Mai 2011
Griechische Regierung zu Recht allein
Am Sonntagabend haben auf dem Syntagma-Platz in Athen mehr als 70.000 Griechen gegen den Sparkurs ihrer Regierung demonstriert. Zuvor waren am Freitag Krisengespräche zwischen Opposition und Regierung erneut gescheitert. Die Sonntagsausgabe der linksliberale Tageszeitung To Ethnos findet es richtig, dass die Opposition weitere Sparmaßnahmen ablehnt: "Premier Giorgos Papandreou fordert von Oppositionsführer Antonis Samaras eine politische Mitverantwortung seiner Partei Nea Dimokratia für den Bankrott des Landes und die Zustimmung zu der mit Sicherheit eintretenden Katastrophe. Gleichzeitig stellt Papandreou fest, dass er das Land durch die Schuldenabkommen [mit IWF und EU] in eine ausweglose Lage manövriert hat. Wie soll sich der Oppositionsführer auf so etwas einlassen? Das wäre absurd. Die Regierung steht nach ihrem Treffen mit der Oppositionsführung alleine da. Das ist richtig. Denn das Volk hat diese Regierung - sogar mit großem Vorsprung - gewählt, damit sie regiert. Diese Regierung hat die Schuldenabkommen unterzeichnet. Es ist somit logisch, dass das Volk sie für die Politik, die sie verfolgt, beurteilen wird."
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