Jornal de Notícias - Portugal | Montag, 6. Juni 2011
Die Sparzwänge bleiben
Der konservative Pedro Passos Coelho hat mit seiner PSD 39 Prozent der Stimmen erhalten und wird den sozialistischen Premier José Sócrates von der PS ablösen, die auf 28 Prozent kam. Doch im Grunde wechseln nur die Vollstrecker der Sparmaßnahmen, meint die Tageszeitung Jornal de Notícias: "Nun werden also die PSD und die [rechtskonservative] CDS anstelle der PS die Statthalter des IWF, der EU und der EZB sein, um die Pläne des 'Markts' für das Protektorat Portugal umzusetzen. ... Wenn unser Wahlsystem nicht so tun würde, als gäbe es nicht diese 40 Prozent Portugiesen [die sich enthalten haben], würden im nächsten Parlament mehr als 90 Stühle leer bleiben. Und die Parteien hätten die adäquate Anzahl von Abgeordneten, die ihrer tatsächlichen Gunst bei den Wählern entsprechen würde, nämlich nur knapp mehr als die Hälfte der jetzigen Menge. Was in der Sprache der 'Märkte' dem Rating 'Schrott' entsprechen würde."
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