Sme - Slowakei | Montag, 6. Juni 2011
Slowakei diskriminiert Homosexuelle
Unter einem großen Sicherheitsaufgebot feierten slowakische Schwule und Lesben am Wochenende in Bratislava den Christopher Street Day. Im vergangenen Jahr mussten sie ihre Aktion wegen massiver Drohungen absagen. Die Politik hat sich gegenüber Homosexuellen bislang leider nicht geändert, kritisiert die liberale Tageszeitung Sme: "Der stellvertretende Regierungschef für Menschenrechte, Rudolf Chmel, bejaht die Frage, ob Homosexuelle diskriminiert seien, weil sie ihre Partnerschaft nicht registrieren lassen können. Dass er das zugeben muss, ist ein staatlicher Skandal. Die Verfassungsorgane sowie die Mehrheit der politischen Parteien tun nichts, um diese Diskriminierung zu beseitigen. Dies widerspricht den Verpflichtungen in der Verfassung, internationalen Verträgen und im Gesetz zum Verbot jedweder Diskriminierung. ... Es ist bezeichnend, wenn ein Parteichef sagt: 'Selbst wenn ich eine Liste mit Themen nach ihrer Bedeutsamkeit aufstellen würde und dieser Katalog 74.000 Punkte umfassen würde, dann würde dieses Thema dort keinen Eingang finden'."
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Alle verfügbaren Texte von » Marián Leško
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