La Repubblica - Italien | Dienstag, 7. Juni 2011
Italiens Wettskandal aufklären
In Italien stehen 30 Personen unter Verdacht, Spiele der ersten, zweiten und dritten Fußball-Liga manipuliert zu haben, um mit Wetten Gewinne zu erzielen. Nun hat die Regierung eine Untersuchungskommission gebildet. Die muss durchgreifen, meint die linksliberale Tageszeitung La Repubblica, denn bei dem Wettskandal geht es um mehr als um ein paar manipulierte Spiele: "Wir können es uns nicht leisten, diesen erneuten Skandal zu unterschätzen. Der Fußball fesselt Millionen von Menschen, er bedingt soziale Verhaltensweisen und Regeln. Studien der Verhaltensforschung belegen sogar eine Verringerung der Selbstmordraten in Ländern, deren Nationalmannschaften sich im Jahr der Weltmeisterschaften für das Endspiel qualifizieren. Die Jugendlichen träumen von Fußball, sie identifizieren sich mit den Spielern. Die Entschlossenheit, mit der gegen Illegalität im Sport vorgegangen wird, wirkt sich aus auf die Reaktion vor allem der weniger gebildeten Bevölkerung auf Regelverstöße."
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