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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 30. Juni 2011

Ungarn gleicht Jekyll und Hyde

Für eine Bilanz der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft, die am heutigen Donnerstag endet, greift die linksliberale Süddeutsche Zeitung auf die Novelle von Dr. Jekyll und Mr. Hyde zurück. Innenpolitisch sieht es schaurig aus, doch die Arbeit für die EU ist hervorragend: "Der Beitritt Kroatiens ... [ist] auf guten Weg gebracht. Und auch die Roma-Initiative. Sie enttäuscht zwar als ein Empfehlungskatalog für die 27 Regierungen - es hätte auch ein muskulöses europäisches Förder- und Integrationsprogramm geben können. Dennoch hat Budapest die prekäre Existenz der größten kontinentalen Minderheit immerhin als Gemeinschaftsthema etabliert. Sieht man von erregten Ausfällen des Ministerpräsidenten Viktor Orban vor dem Europäischen Parlament ab, hat Dr. Jekyll die EU-Präsidentschaft höchst distinguiert gemeistert. ... [Und] dies ist die andere Geschichte des vergangenen Halbjahres: Im rasanten Galopp machte die Zwei-Drittel-Mehrheit von Orbans rechtsnationaler Regierungspartei Fidesz das Magyarenland zur Bastion eigener Interessen."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 30. Juni 2011

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