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Die Presse - Österreich | Montag, 4. Juli 2011

Serbien öffnet sich Kosovo

Serbien und Kosovo haben am Samstag konkrete Erleichterungen für den grenzüberschreitenden Alltag vereinbart. Dieses erste Abkommen seit der Abspaltung der ehemaligen serbischen Provinz im Februar 2008 ist keine Anerkennung durch Serbien, meint die liberal-konservative Tageszeitung Die Presse, aber angenehm pragmatisch: "Das hätte sich Serbiens nationalistischer Ex-Premier Vojislav Koštunica auch nicht träumen lassen: dass er einmal mit der Kosovo-Regierung einer Meinung sein würde. Beide interpretieren die nun zwischen Belgrad und Prishtina erzielte erste Einigung über praktische Fragen nämlich als ersten Schritt zur Anerkennung der kosovarischen Unabhängigkeit durch Belgrad. Das ist natürlich blanker Unsinn. Genauso wie es unsinnig und unvernünftig seitens der EU wäre, von Serbien die explizite Anerkennung des Kosovo als Bedingung für seine weitere EU-Annäherung zu fordern. Mehr als drei Jahre nach der für Belgrad so schmerzlichen Abspaltung des Kosovo hat schlichtweg der Pragmatismus gesiegt. Das ist aus diesem Eck Europas eine ziemlich gute Nachricht."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 4. Juli 2011

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