De Morgen - Belgien | Dienstag, 5. Juli 2011
Flamen am Zug bei Regierungsbildung
Der mit der Koalitionsbildung in Belgien beauftragte wallonische Sozialist Elio Di Rupo hat das lang erwartete Grundlagenpapier für Verhandlungen vorgelegt. Damit haben sich die Wallonen ein gutes Stück bewegt, würdigt die linksliberale Tageszeitung De Morgen: "Das Papier geht nicht so weit, wie manche auf flämischer Seite wollten, und die Frage ist, ob die Flamen halsstarrig bleiben oder ihrerseits auch bereit sind, einen Schritt in die Richtung Kompromiss zu tun. ... Dieses Papier ist kein Endpunkt, aber der größte Eröffnungszug, den Di Rupo machen konnte. ... Niemand will voller Begeisterung mit neun Parteien verhandeln, aber es herrscht noch weniger Lust selbst den Stecker herauszuziehen und so die Verantwortung für das Scheitern zu übernehmen. Unter den heutigen sozialen und wirtschaftlichen Umständen wäre das außerdem absolut unverantwortlich."
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