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Blog A Europa desalinhada - Portugal | Freitag, 8. Juli 2011

Zeitgenössische Kunst ist kein Vandalismus

Die Verwandlung der Soldaten des sowjetischen Ehrenmals in Sofia in US-Helden der Popkultur durch anonyme Graffiti-Künstler ist mehr als ein Scherz, meint der Kolumnist Bojko Pentschew. Die Kunstaktion stellt die Frage nach der Beziehung zwischen Macht, Kunst und Geschichte, analysiert er im Blog A Europa desalinhada in der Wochenzeitung Expresso: "Die ganze Geschichte rund um das bemalte Denkmal der sowjetischen Armee veranschaulicht gut, wer uns eigentlich regiert. Nicht, wer heute an der Macht ist, sondern unsere sich nicht ändernde Mentalität. Und wenn endlich etwas passiert, dann wird das Denkmal morgens um drei gereinigt. Die anonymen Maler haben nicht nur auf die grauen Figuren des Denkmals Farbe gebracht, sondern auch in das graue Gesicht der Macht. [Der Kulturminister und berühmte Bildhauer] Weschdi Raschidow bezeichnete die Verwandlung der sowjetischen Soldaten in Helden der US-amerikanischen Popkultur als 'Vandalismus'. Offensichtlich beschränkt sich Kunst für den Minister auf ein paar Bronzestücke in der Eingangshalle eines Unternehmens oder auf Gemälde, die bescheiden in Büros und Banken hängen. Zeitgenössische Kunst sollte wie klassische Kunst sein, nur von lebenden Künstlern gemacht."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 11. Juli 2011

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