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Postimees - Estland | Donnerstag, 14. Juli 2011

Estland braucht sein Nationalmuseum

Seit Jahren plant Estland den Ausbau sines Nationalmuseums. Die Tageszeitung Postimees kritisiert den schleppenden Verlauf: "Es handelt sich nicht um ein gewöhnliches Objekt, und sein Nutzen lässt sich nicht in alltäglichen Begriffen messen. Wir werden gewiss auch nicht jedes Jahr dorthin pilgern. Aber allein zu wissen, dass es eine solche Institution gibt, ist von unschätzbarem Wert. Die Esten sind ein kleines Volk, bei dessen ganz besonderer Geschichte es immer um Sein oder Nichtsein ging. Diese ständige Unsicherheit und die Selbstzweifel gehören zu unserem Wesen. Darum ist jeder Schritt willkommen, der uns zusammenbringt, der uns hilft, diese Zweifel zu überwinden, und der dazu beiträgt, dass wir uns selbst ernst nehmen. Das Nationalmuseum gehört in dieser Hinsicht zu den stärksten Festungen, die man sich überhaupt vorstellen kann, und darum muss es eine Herzensangelegenheit aller estnischen Bürger sein. Bei der Freiheitssäule war es weniger skandalös, wie sie am Ende aussah, sondern dass der Bau solange dauerte. Das Nationalmuseum darf nicht dasselbe Schicksal ereilen."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 14. Juli 2011

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