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Neatkarīgā - Lettland | Dienstag, 19. Juli 2011

Elf Jahre reichen für Abitur

Der lettische Bildungsminister Rolands Broks plant die Einführung des Abiturs nach elf Jahren statt wie bisher nach zwölf. Die nationalkonservative Tageszeitung Neatkarīgā rīta avīze findet den Vorstoß gut: "Für einen solchen Übergang gibt es viele Argumente. Die demografische Lage in Lettland ist katastrophal, und darum ist es sehr sinnvoll, die Schulzeit um ein Jahr zu verkürzen, denn dadurch verlängert sich die potenzielle Lebensarbeitszeit. ... Das einzige ernste Gegenargument wäre der Beweis, dass man nach zwölf Jahren Schule besser auf das Studium und das Berufsleben vorbereitet ist als nach elf Jahren. Nur stimmt das nicht: Die Erfahrung lehrt, dass die Studienfähigkeit eher von der Art der Schule, von den Lehrern und von den Schülern selbst abhängt. Wenn der Mensch es in elf Jahren Schule nicht gelernt hat, wie man sich Wissen aneignet, braucht man nicht darauf zu hoffen, dass innerhalb eines Jahres ein Wunder geschieht und der Jugendliche diesen Rückstand ausgerechnet im zwölften Schuljahr aufholt."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 19. Juli 2011

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