Corriere del Ticino - Schweiz | Mittwoch, 20. Juli 2011
Euro endgültig gescheitert
Angesichts der politischen Spannungen innerhalb der Währungsgemeinschaft sollten die Euroländer endlich einsehen, dass der Euro kläglich gescheitert ist, fordert die liberale Tageszeitung Corriere del Ticino: "Die Krise des Euro ist keine vorübergehende und kann einzig und allein mit der Schaffung zweier Währungen oder mit dem Ausstieg der starken Länder aus der Gemeinschaft und der Rückkehr zu ihren alten Währungen gelöst werden. ... Wem das Schicksal Europas wirklich am Herzen liegt, der müsste sich paradoxerweise eine einvernehmliche Scheidung wünschen. Die derzeitige Politik verurteilt die schwachen Länder zu einer fürchterlichen Rezession, die politische und gesellschaftliche Spannungen hervorruft und zu einer Trennung im Streit führen wird. Und das würde tatsächlich den europäischen Integrationsprozess der letzten Jahrzehnte in Frage stellen. Doch ist uns dies noch nicht bewusst. Vom Gipfel in Brüssel ist folglich kaum mehr als eine weitere verkorkste Lösung zu erwarten, die letztendlich nur den Todeskampf des Euro verlängern wird."
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