Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Montag, 25. Juli 2011
Westeuropa kann von Bulgaren lernen
Im Gegensatz zu den westeuropäischen Staaten haben die osteuropäischen Länder kaum Staatsschulden. Das kann schwere Folgen haben, warnt die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Die Euro-Krise wühlt die Bürger auf. Sollen sie dafür geradestehen, dass Griechenland, Italien, Spanien, Portugal und Irland all die Opfer nicht gebracht haben, die man von ihnen wie selbstverständlich erwartet hat? Und wieso zieht die EU-Kommission bei Bulgaren und Rumänen wegen Missständen die Daumenschrauben an, während sie andererseits jahrelang zusah, wie griechische Parteien das Geld hinauswarfen, um ihre Klientel auf Faulenzerjobs im öffentlichen Dienst zu bringen? Gerade weil man solches auch aus dem eigenen Land kennt, schmerzt der Stachel besonders. Der Frust kann schwere Folgen haben. Die Slowakei hat schon vor einem Jahr die erste Griechenland-Hilfe verweigert. Und derzeit kämpft die liberale Partei 'Solidarität und Freiheit' ... mit eiserner Entschlossenheit gegen weitere Milliarden für Athen."
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