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Hospodářské noviny - Tschechien | Montag, 25. Juli 2011

Unzufriedenheit mit Multikulti ernst nehmen

Der Massenmord in Norwegen durch Anders Behring Breivik zeigt nach Meinung der Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny, dass der Islamismus nicht die einzige Gefahr ist: "Europa ist um die allgemein geteilte Illusion ärmer, dass es sich nur äußeren Feinden erwehren muss, dass uns ausnahmslos Islamisten gegenüberstehen, die bereit sind alles zu tun, um unsere Welt zu zerstören. Mit brutaler Kraft zeigte sich die unterdrückte Wahrheit, dass jeglicher Extremismus gefährlich ist, ungeachtet seiner religiösen, ethnischen oder nationalen Herkunft. ... Breivik mag ein verrückter Einzelgänger gewesen sein. Derlei Verrücktheit entsteht aber nicht ohne einen Kontext. Überall in Europa sind Rechtsextreme auf dem Vormarsch, die vorgeben, die wahren nationalen Werte zu verteidigen. Für Europa bedeutet das zweierlei: Die Sicherheitsorgane müssen das Wesen der uns drohenden Gefahr völlig neu analysieren. Und die politischen Parteien sollten mehr als bisher die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit dem Europa-Projekt und mit der Multikulti-Gesellschaft wahrnehmen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 25. Juli 2011

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