Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 28. Juli 2011
Belgrad klare Grenzen ziehen
Um den Frieden auf dem Balkan zu sichern, muss die EU Serbien Zügel anlegen, fordert die linksliberale Süddeutschen Zeitung: "Die Loslösung der früheren Provinz ist eine Realität und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden - auch wenn Belgrader Politiker die Illusion verbreiten, man könne der EU beitreten und den Konflikt mit Kosovo fortsetzen. Dieser Konflikt kann vor allem im serbisch dominierten Norden Kosovos jederzeit zum Blutvergießen führen. … Die Weichen für die Eskalation haben in den letzten Wochen auch der serbische Staatschef Boris Tadic und Innenminister Ivica Dacic gestellt. Beide fordern unverhohlen die Teilung Kosovos und damit neue Grenzziehungen auf dem Balkan. Der Spuk könnte sich in Bosnien und in Mazedonien fortsetzen. Wenn die EU die dauerhafte Befriedung der Region will, dann muss sie Serbien und die Regierung Kosovos auf ihrem Weg nach Europa auf ein paar Stoppschilder aufmerksam machen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Nachbarschaft, » Kosovo
Alle verfügbaren Texte von » Enver Robelli
» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 28. Juli 2011