La Repubblica - Italien | Freitag, 29. Juli 2011
Roberto Saviano will Mafia nach Vorbild der USA bekämpfen
US-Präsident Barack Obama hat einen Erlass unterzeichnet, der Sanktionen unter anderem gegen die Camorra in Italien, die japanische Yakuza und die mexikanische Verbrecher-Organisation Los Zetas verhängt. Damit werden Vermögen von Mitgliedern des organisierten Verbrechens in den USA eingefroren. Das ist eine revolutionäre Maßnahme, an der Italien sich ein Beispiel nehmen sollte, fordert der Autor Roberto Saviano in der linksliberalen Tageszeitung La Repubblica: "Die Entscheidung der US-Regierung rüttelt an der Gleichgültigkeit, die in der öffentlichen Meinung in Italien überwiegt und sogar die Ernennung von Nicola Cosentino zum Wirtschaftsstaatssekretär zuließ, obwohl gegen ihn ermittelt wird im Rahmen der Müllgeschäfte in Neapel wegen Unterstützung einer kriminellen Vereinigung, der Camorra. ... Wenn die italienische Regierung weiterhin untertreibt und beschwichtigt, oder schlimmer noch versuchen sollte, die Alarmsignale aus den USA geflissentlich zu übergehen, würde sie einen weiteren Beweis liefern für ihre vollkommene Schwäche und Unzuverlässigkeit bei der Bekämpfung der Mafia in einem extrem kritischen Moment."
» weiterführende Informationen (externer Link, italienisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Kriminalität, » Justiz, » Wirtschaft, » Italien, » USA
Alle verfügbaren Texte von » Roberto Saviano
» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 29. Juli 2011