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Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Freitag, 29. Juli 2011

Serbien muss Zugeständnisse machen

Der Grenzstreit zeigt einmal mehr, wie dringend eine Klärung des politischen Status Nordkosovos ist. Das geht nicht ohne ein Einlenken Serbiens, meint die liberal-konservative Neue Zürcher Zeitung: "Fortschritte sind wohl nur durch den Prozess der EU-Integration zu erwarten. Das allerdings braucht viel Zeit. Eine Abtrennung Nordkosovos oder ein Gebietsaustausch ist keine Option. Es wäre ein später Kniefall vor den Kriegstreibern und Nationalisten. Abgesehen von möglichen Folgen für andere umstrittene Regionen des Balkans würde der Westen ein altes Grundprinzip seiner Jugoslawien-Politik verraten, nämlich die Unverrückbarkeit der inneren und äusseren Grenzen. Der beste Weg zu einer politischen Lösung ist die Umsetzung des von Belgrad abgelehnten Ahtisaari-Plans von 2007, der die Grundlage der Verfassung Kosovos bildet und eine weitgehende Autonomie der serbischen Siedlungsgebiete innerhalb Kosovos vorsieht. Serbien wird um Konzessionen nicht herumkommen, will das Land ein Mitglied der EU werden."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 29. Juli 2011

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