Adevărul - Rumänien | Montag, 1. August 2011
Verbilligtes Essen hilft Rumänen nicht
Die rumänische Regierung hat in der vergangenen Woche das sogenannte Projekt Solidaritätskorb verabschiedet. Rentner werden ab kommenden Herbst Grundnahrungsmittel bis zu 30 Prozent billiger kaufen können. Doch die Regierung sollte sich anderweitig solidarisch zeigen, meint die liberal-konservative Tageszeitung Adevărul: "Sie könnte den Schmuggel effizient bekämpfen, der die einheimischen Produzenten bedroht. Sie könnte eine Reihe von Mikrokrediten für Landwirte bereitstellen und den Vertrieb einheimischer Produkte unterstützen. ... Sie könnte die Steuern senken, damit die Leute mehr Geld haben und die Investoren ermutigen, neue Jobs zu schaffen. Sie könnte mehr Geld aus europäischen Fonds abrufen - für eine Modernisierung der Infrastruktur. Sie sollte mittel- und langfristig auch über ein Programm zur Förderung neuer Industrien in Rumänien nachdenken. Wer das alles macht, geht in die Geschichte ein. Doch ist nicht sicher, ob man damit im nächsten Jahr die Wahlen gewinnt."
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