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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Dienstag, 2. August 2011

Homo-Ehe nimmt Hetero-Ehe nichts

Seit dem 1. August vor zehn Jahren dürfen gleichgeschlechtliche Partner in Deutschland die eingetragene Lebenspartnerschaft schließen. Hier zeigt sich, wie radikal sich die Haltung des Gesetzgebers verändert hat, der einst homosexuelle Handlungen unter Strafe stellte, beobachtet die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Es denkt niemand von politischem Gewicht daran, das Gesetz abzuschaffen, im Gegenteil: Alle Gerichtsurteile gehen dahin, die homosexuelle Verbindung der Ehe anzunähern. Vor einem Jahr erst entschied das Bundesverfassungsgericht, dass schwule und lesbische Paare bei der Erbschaftssteuer nicht benachteiligt werden dürfen. Nur noch das Steuer- und das Adoptionsrecht unterscheiden die Ehen von den Lebenspartnerschaften - und es ist zu erwarten, dass diese Unterschiede geringer werden, am Ende verschwinden. ... Das Lebenspartnerschaftsgesetz ist ein Gesetz gegen die Bindungslosigkeit der Single-Gesellschaft. Der Ehe nimmt sie nichts."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 2. August 2011

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