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Népszabadság - Ungarn | Mittwoch, 3. August 2011

Rache der Rechtskonservativen

Der ungarische Regierungssprecher Péter Szijjártó hat angekündigt, Politiker der früheren sozialliberalen Koalition wegen des Anstiegs der Staatsverschuldung im Zeitraum 2002 bis 2010 von 53 auf 80 Prozent des BIP zur Rechenschaft zu ziehen. Das ist ein fadenscheiniger Versuch, Rache am politischen Gegner zu nehmen, kritisiert die linksliberale Tageszeitung Népszabadság: "Einige krisengebeutelte EU-Länder könnten Ungarn um diesen Anstieg der Staatsverschuldung sogar beneiden. Zum Vergleich: Zwischen 2008 und 2011 stieg in Irland die Staatsverschuldung von 44 auf 112 Prozent des BIP, in Griechenland von 110 auf 157 Prozent, in Spanien von 39 auf 68 Prozent. ... In Großbritannien kletterte die Staatsverschuldung binnen drei Jahren von 43 auf 76 Prozent, in Frankreich wiederum ist sie seit 2002 von 57 auf fast 90 Prozent gestiegen. ... Warum haben die politischen Entscheidungsträger in diesen Ländern nicht rechtzeitig eingelenkt? Wenn wir die Logik von Péter Szijjártó ausdehnen, dann müssten doch auch die verantwortlichen Politiker jener Staaten hinter Gitter."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 3. August 2011

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