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Lietuvos rytas - Litauen | Montag, 8. August 2011

Litauen schadet Opposition in Belarus

Litauische Behörden haben Konto-Informationen des belarussischen Menschenrechtsaktivisten Ales Beljazki an Minsk weitergeleitet. Dieser wurde in der vergangenen Woche daraufhin verhaftet. Das Verhalten der litauischen Behörden ist skandalös, meint die liberale Tageszeitung Lietuvos Rytas: "Mit diesem Akt hat Litauen seine Solidarität mit den Kämpfern für mehr Demokratie und seine eigenen Werte und Ideale verraten. Deshalb muss gefragt werden: Wer ist für dieses Vorgehen verantwortlich? Oder ist die Zusammenarbeit mit einem diktatorischen Regime in Litauen schon die Norm? ... Die Politik gegenüber Belarus hatte schon immer zwei Seiten. Einerseits wird offiziell immer wieder von der Unterstützung für demokratische Ideen in Belarus gesprochen. Andererseits redet man aber von der 'pragmatischen Zusammenarbeit' mit dem Nachbarland. Das ist nicht erst seit heute so. Offenbar leiden wir in unserem Land an einer schweren chronischen Krankheit: Es ist nicht mehr wichtig, was richtig ist. Wichtig ist nur, dass der Staat nach den kalten Paragraphen irgendwelcher Gesetze und Anweisungen handelt."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 8. August 2011

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