Sega - Bulgarien | Donnerstag, 11. August 2011
Sarkozys Roma wieder in Frankreich
Vor einem Jahr hat Frankreichs Präsident Sarkozy öffentlichkeitswirksam Roma aus illegalen Siedlungen nach Bulgarien und Rumänien abschieben lassen. Doch sie sind wieder zurückgekehrt, stellt die Tageszeitung Sega mittels einer einfachen Hochrechnung fest: "Seit zehn Jahren behauptet Frankreich, dass sich etwa 15.000 Roma im Land befinden. Jedes Jahr schiebt das Land circa 10.000 von ihnen ab. Trotzdem bleiben aber immer 15.000 da. So viele sind es auch heute noch, obwohl ihre Zahl, glaubt man Sarkozys Kampfrede in Grenoble [vor einem Jahr] gegen Null gegangen sein müsste. ... Es herrscht also ein dynamisches Gleichgewicht, dass sich weder von politischen Reden, repressiven Polizeiaktionen oder legalisierten Bestechungen beeinflussen lässt. Wahrscheinlich hat Frankreichs Präsident sogar einen Riesenfehler gemacht, indem er den Roma bei ihrer Abschiebung [300 Euro] Taschengeld mit auf den Weg gab. Davon haben sie sich nämlich ihr Rückfahrticket gekauft."
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