Der Standard - Österreich | Dienstag, 16. August 2011
Hoffen auf kein Ergebnis
Euro-Anleihen sind prinzipiell sinnvoll, um aus der Wirtschaftskrise heraus zu kommen, kämen zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber trotzdem zu früh, meint die linksliberale Tageszeitung Der Standard: "Eurobonds sind grundsätzlich eine gute Idee. Würden alle Euroländer gemeinsame Kredite begeben - nichts anderes wären Euroanleihen -, könnte das die Zinskosten für Rom und Madrid senken. ... Bevor eines dieser Länder pleitegeht und das geborgte Geld futsch ist, wären Euroanleihen eine Alternative. Doch die Debatte kommt zu früh. Noch sind die Beschlüsse des letzten Eurogipfels nicht umgesetzt. Niemand weiß, wozu sie taugen. Was Europa bräuchte, wäre eine rettungsfreie Periode - auch um zu sehen, was die bisherigen Aktionen gebracht haben. Wenn sich die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy heute in Paris treffen und keine Beschlüsse präsentieren, wäre das gar nicht das schlechteste Ergebnis. Manchmal ist abwarten und Tee trinken die beste Strategie."
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