Die Presse - Österreich | Mittwoch, 17. August 2011
Euro abschaffen
Statt eines europäischen Zentralstaats sollte man die Abschaffung der gemeinsamen Währung diskutieren, meint die liberal-konservative Tageszeitung Die Presse mit Blick auf die Vorschläge von Merkel und Sarkozy am Dienstag in Paris: "Der europäische Zentralstaat ... ist genau das, was die Bürger nicht wollen. Und man hat ihnen mehrmals hoch und heilig versprochen, dass es ihn nicht geben werde. Jedenfalls nicht ohne ihre Zustimmung. Die Europäer werden derzeit mit immer mehr angeblich 'alternativenlosen' Schritten in Richtung eines zwangssolidarischen Zentralstaats gedrängt. ... Die Europäer haben eine gemeinsame Währung eingeführt, ohne vorher das dafür Nötige zu tun, weil es politisch nicht durchsetzbar gewesen wäre. Jetzt erpressen die Politiker ihre Bürger: 'Entweder ihr stimmt dem Zentralstaat zu, oder der Euro explodiert.' Was, wenn er trotzdem explodiert? Dann wird man der versäumten Gelegenheit nachtrauern, rechtzeitig voneinander getrennt zu haben, was nie zusammengehört hat."
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