Corriere del Ticino - Schweiz | Donnerstag, 18. August 2011
Franken nicht exzessiv stützen
Die Schweizer Nationalbank (SNB) hat am Mittwoch mitgeteilt, die unter der Stärke des Franken leidenden Schweizer Unternehmen mit rund 1,8 Milliarden Euro unterstützen und die Liquidität des Schweizer-Franken-Geldmarkts erhöhen zu wollen. Die liberale Tageszeitung Corriere del Ticino begrüßt das vor allem als sinnvolle Alternative zur Kopplung des Franken an den Euro: "Nach den teuren und großteils nichts fruchtenden Euro-Ankäufen im vergangenen Herbst hat die SNB ihre Strategie korrigiert. Sie hat nach einer langen Phase des Nichteingreifens in rascher Folge den Dreimonats-Libor [Zinssatz für Interbanken-Kredite] auf fast Null gesenkt und vor allem massiv die Liquidität auf dem Geldmarkt erhöht. Noch ist der Erfolg gering, doch zeichnet sich eine leichte Abschwächung des Franken ab. ... Um die gestern vom Bundesrat angekündigte Unterstützung für einzelne Branchen zu beurteilen, muss man ihre strukturelle Ausgestaltung im Detail abwarten. Der Schritt von Bern ist als solcher positiv, doch muss verhindert werden, dass sich die Schleusen exzessiver, öffentlicher Ausgaben wieder öffnen."
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