Népszabadság - Ungarn | Donnerstag, 18. August 2011
Ungarn leidet unter deutscher Stagnation
Laut Zahlen des Statistischen Bundesamts stagniert die deutsche Volkswirtschaft im zweiten Quartal des laufenden Jahres. Das ist eine denkbar schlechte Nachricht, meint die linksliberale Tageszeitung Népszabadság, denn Ungarn hängt sehr stark von der deutschen Wirtschaftsleistung ab: "All jene, die von der ungarischen Wirtschaft ein dynamisches Wachstum erwartet hatten, mussten eine herbe Enttäuschung hinnehmen: Das Wirtschaftswachstum Ungarns ist praktisch zum Stillstand gekommen. Die schrumpfenden Aufnahmekapazitäten unserer traditionellen Exportmärkte - besonders die des deutschen Markts - könnte im Hinblick auf die Pläne zum Schuldenabbau und zur Defizitsenkung der Regierung von Viktor Orbán katastrophale Folgen haben. ... Wenn unsere zum Großteil in ausländischer Hand befindliche und für den Export produzierende Industrie nicht bald auf Touren kommt (und sie kommt leider nicht auf Touren), dann sieht es für Ungarn düster aus. Es reicht, darauf hinzuweisen, dass der deutsche Energieriese Eon drauf und dran ist, 11.000 Arbeitsplätze abzubauen, weil seine Verkaufszahlen (auch) hierzulande massiv gesunken sind."
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