Jornal de Notícias - Portugal | Donnerstag, 25. August 2011
Portugiesische Firma zensiert schwule Kunst
Die portugiesische Versicherung Tranquilidade hat im letzten Moment eine Ausstellung in ihren Kunsträumen verboten, weil sie Homosexualität thematisiert. Der Journalist und Autor Manuel António Pina kommentiert das bissig in der Tageszeitung Jornal de Notícias: "Als Kunde dieser Versicherung fühle ich mich nun viel entspannter. Vorher war ich das nicht, denn beim Ausfüllen des ganzen Papierkrams bemerkte ich mit Besorgnis, dass ich nicht gefragt wurde, ob ich nicht zufällig homosexuell sei. Denn ich, der Versicherte, könnte doch schwul sein. ... Und das wäre ein Affront gegen die Unternehmenswerte von Tranquilidade. ... Gut zu wissen, dass es im Revier des iberischen Machos ein Unternehmen gibt, das den Mut hat, wie in den 1940er Jahren Deutschland und die Sowjetunion, 'entartete Kunst' zu verbieten."
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