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Rzeczpospolita - Polen | Freitag, 26. August 2011

Eigene Partei setzt Merkel unter Druck

Bundespräsident Christian Wulff hat am Mittwoch die Schuldenpolitik der EU kritisiert und Altkanzler Helmut Kohl kritisierte die Außenpolitik der Bundesregierung als orientierungslos. Das zeigt, wie schwach die Position der Bundeskanzlerin geworden ist, findet die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita: "Wenn ein so ruhiger und wenig gesprächiger deutscher Bundespräsident Christian Wulff in scharfen Worten die Europäische Zentralbank angreift und die unvernünftige Ausgabe von Geld anprangert, die Bankrottstaaten am Leben erhalten soll, dann bedeutet das, dass es in der deutschen Politik brodelt. ... Die Position von Merkel schien bisher ungefährdet zu sein, denn der einzige ernsthafte Kandidat für das Kanzleramt aus dem christdemokratischen Lager - Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) - ist nach der berüchtigten Plagiatsaffäre auf dem Abstellgleis gelandet. Doch sind die jüngsten Ereignisse vielleicht ein Zeichen dafür, dass schon bald Rücktrittsforderungen gegenüber Angela Merkel laut werden. Das ist etwas, was noch vor kurzem zur Gattung Science Fiction gehörte."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 26. August 2011

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