Népszabadság - Ungarn | Freitag, 26. August 2011
Westen sind Hände gebunden in Syrien
Während die Diktatur in Libyen vor dem Ende steht, geht in Syrien das Regime von Baschar al-Assad weiter brutal gegen die Demonstranten vor. Die linksliberale Tageszeitung Népszabadság erklärt, warum der Westen in Syrien nicht intervenieren kann: "Syrien liegt im Herzen der arabischen Welt. ... Es hat im Nahost-Konflikt eine Schlüsselrolle inne, die Stabilität des Landes liegt also im Interesse seiner Nachbarn. ... Die militärischen Kräfte in Syrien verhalten sich anders als die Armeen in Tunesien, Ägypten oder gar Libyen. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass sie Assad den Rücken gekehrt haben und sich mit der Opposition des Regimes identifizieren. Glaubt man den Berichten, steht die syrische Gesellschaft hinter Assad. ... So kann der Westen vorerst nichts anderes tun, als zu erörtern, ob und welche Sanktionen er verhängen soll. Soll er die Opposition auf irgendeine symbolische Art und Weise unterstützen? Eines jedenfalls kann der Westen nicht wollen: neues Blutvergießen und einen regionalen Krieg mit unabsehbaren Folgen."
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