Lidové noviny - Tschechien | Montag, 29. August 2011
US-Amerikaner lockerer als Europäer
Der Umgang mit dem Wirbelsturm Irene zeigt nach Meinung der konservativen Tageszeitung Lidové noviny, dass die US-Amerikaner viel rationaler mit Katastrophen umgehen als die aufgeregten Europäer: "Wenn die größte Stadt der USA binnen einer Woche von einem Erdbeben und von einem Hurrikan heimgesucht wird, scheint Roland Emmerich Regie geführt zu haben. Der europäische Guru des Katastrophenfilms lehrte die US-Amerikaner den europäischen Alarmismus, der nicht auf Rationalität beruht, sondern von Emotionen gesteuert ist. Ist Irene also ein Mosaikstein für das allgemein gefühlte Ende der Menschheit? ... Doch europäische Gefühle lassen sich den USA nicht aufdrängen. Europa unterscheidet sich von Amerika, wo eine riesige Fläche vor den nordamerikanischen Kordilleren ein offenes Feld vom Nordpol bis zu den Tropen ist. Auf New York, das auf dem Breitengrad Neapels liegt, stürmen im Winter arktische und im Sommer tropische Phänomene ein. Das ist ein wichtiges Thema für Wissenschaftler, aber nicht für Roland Emmerich."
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